Aktivitäten unserer Stipendiat/innen
Wir möchten hier über Aktivitäten unserer Stipendiat/innen berichten. Wir erhalten regelmäßig Berichte von unseren Stipendiat/innen über Ihr Forschungsvorhaben, Ihre Forschungsufenthalte, Ihre Erfahrungen und möchten diese Informationen mit Ihnen teilen.
> Ernst Mach Erfolgsgeschichte - vom Stipendiaten zum Mitarbeiter
"…Das wird es mir erlauben, Methoden und Techniken zu lernen, die anders als in meinem Heimatland sind und ich werde sie nach Hause mitnehmen, wo viele dieser Methoden noch nicht so entwickelt oder sogar unbekannt sind…" schrieb Adrian Remonda in seinem Motivationsschreiben, als er sich im Juli 2009 um das Ernst-Mach-Stipendium bewarb. Dieses nach einem berühmten österreichischen Physiker benannten Stipendium öffnet in einer Teilschiene für Fachhochschulen die Türen für nicht-europäische Studenten nach Österreich.
Der Argentinier Adrian Remonda hat während seines Ernst Mach Studienaufenthaltes am Studiengang Elektronik- und Technologiemanagement (ETM) am FH Joanneum wesentlich am Infrastrukturprojekt "BALLADE" mitgearbeitet, welchem den Staatspreis für Mobilität zugesprochen wurde. Mittlerweile ist er ein wissenschaftlicher Mitarbeiter bei ETM an der FH Joanneum und wird das Masterstudium "Advanced Electronic Engineering" beginnen.
> Auszeichnung für OeAD-Stipendiaten aus Pakistan
Gul Saeed aus Pakistan ist ein Stipendiat der Higher Education Commission (HEC) der pakistanischen Regierung. Er studierte an der Universität für Ingineurswesen und Technologie in Peshawar und an der Universität für Ingineurswesen und Technologie in Lahore, Pakistan. Derzeit ist er Doktorand an der TU Wien am Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften.
Professor Michael Harasek und Gul Saeed und wurden für ihr Projekt "Energieeffizientes Verfahren zur Aufkonzentrierung von Wertstofflösungen" mit dem PRIZE 2010 ausgezeichnet. Der Förderungspreis PRIZE 2010 fördert herausragende universitäre Innovationen und bietet damit eine finanzielle Unterstützung für die Entwicklung von Prototypen. Acht Projekte wurden im Rahmen eines Wettbewerbs von einer unabhängigen internationalen Fachjury ausgewählt und vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend ausgezeichnet.
> Experiences in the Land of the Rising Sun
Mihai Baldea, from Romania, is a Mondi Austrian Student Scholar who is currently studying at the Technical University Graz. Between September 1st 2010 to November 23rd 2010 he did a practical training at Hitachi in Japan. Hitachi is Japanese company specializing in high-technology and services. The practical training has been facilitated by IAESTE The International Association for the Exchange of Students for Technical Experience.
Mihai who will finish his study by end of this year has sent us his impressions from Japan.
Was empfinden Sie angesichts der unbeschreiblichen Ereignisse in Japan in den letzten Tage?
Ich bin über die Katastrophe immer noch geschockt, mein Beileid an alle Betroffenen. Meine Gedanken sind bei den Menschen in der geplagten Region! Ich hoffe, dass sich die Lage in Japan schnell bessert und ich bin sicher dass, das japanische Volk stark ist und sich auch von diese Katastrophe schnellstens erholen wird.
Haben Sie irgendwelche Rückmeldungen der Personen, die Sie bei Ihrem Aufenthalt in Japan getroffen haben?
Dank der sozialen Netzwerke im Internet konnte ich schnell in Kontakt mit den Freunden in Japan treten. Es geht allen den Umständen entsprechend gut und sie bereiten den Wiederaufbau vor.
Meine ersten Eindrücke …..(Oktober 2010)
Die Hälfte meine Praktikums hier in Japan ist bereits verstrichen und ich möchten euch meine ersten Eindrücke mitteilen: Mir geht es gut, ich habe eine schöne Zeit hier und jetzt, wo die Regensaison schon vorbei ist, spielt auch das Wetter mit: Über 20 Grad Sonnenschein, da macht Sightseeing richtig Spaß!
….über die Japaner
Die Japaner sind seht nett, jedoch auch ein bisschen schüchtern. Obwohl die meisten kein Englisch sprechen sind sie sehr hilfsbereit und geduldig. Und die, welche der englischen Sprache mächtig sind, sind sich dessen bewusst and haben mich begleitet und mir geholfen (bei der Eröffnung meines Bankkontos, mit meinem Meldezettel, bei meinem ersten Besuch im Supermarkt etc.).
Die Freundlichkeit des Personals ist einfach unglaublich, Österreich hat ja schon einen hohen Standard was das betrifft .... aber Japan übertrifft es! Wenn man z.B. in einem Hotel nach dem Weg zum Frühstücksraum fragt, bekommt man nicht nur Anweisungen sondern man wird auch dorthin begleitet, und das nicht nur in den gehobenen Hotels sondern auch in den Kapselhotels. Und natürlich lächeln alle Mitarbeiter.
Die Japaner gehen gerne abends aus (was verständlich ist wenn man bedenkt das die meisten Wohnungen klein sind, und Ruhe innerhalb der Wohngemeinschaften sehr wichtig genommen wird.) Und trinken tun sie natürlich auch.
…. über meine Wohngegend
Hitachi City, wo ich wohne, ist ziemlich klein (etwas kleiner als Graz), jedoch gibt es keine große Universität, also ist wenig los. Und hinzu kommt, dass es im Oktober schon um 5.30 Uhr dunkel wird. Mein Appartement ist sehr schön, groß und voll ausgestattet (inklusive Waschmaschine) jedoch etwas außerhalb gelegen. Mit dem Fahrrad sind es etwa 25 min. zur Arbeit.
… über meine Arbeit
Meine Arbeit ist interessant. Meine Abteilung (Turbine Global Service) ist zuständig für den internationalen Verkauf von Dampfturbinen, d.h. für die Teileversorgung, die Wartungsarbeiten sowie das Retrofit von Dampfturbinen von Hitachi und von anderen Herstellern. Dadurch, dass die Abteilung für das Ausland zuständig ist, können alle Kollegen gut Englisch und die Verständigung ist kein Problem. Ich arbeite an einem Retrofit Projekt für eine amerikanische Turbine die schon seit ein paar Jahren auf dem Markt ist und wir bereiten einen Vorschlag für Modifikationen vor, um einen höheren Wirkungsgrad zu erzielen. Ich lasse diverse Computer Simulationen laufen, um die beste Kombination aus Abmessungen und Materialen zu finden. Leider sind viele der Dokumente und Programme in Japanisch, also muss mein Supervisor immer erst alles vorbereiten und übersetzen bevor ich zum nächsten Schritt übergehe...was natürlich Zeit in Anspruch nimmt.
Die Fabrik an sich ist riesig. Hier werden Dampf und Gasturbinen gefertigt. Ich habe einen Rundgang gehabt und es ist beeindruckend, eine Turbine mit einem 4 m Durchmesser zu sehen. Die Fabrik und Büros sind ziemlich alt, aber alles ist sehr gut organisiert, sauber und funktional, hat aber keinen Touch von High Tech.
… über meine Reisen
Ich bin schon ziemlich viel verreist (Tokyo, Kyoto und Hiroshima, Mt Fuji). Tokyo ist super. Die beste Stadt die ich bis jetzt besucht habe. Reisig, es ist immer was los und trotzdem, alles sehr gut organisiert und sehr sauber. Tokyo hat zwar viele Einwohner, aber alle warten schon brav in der Schlange um in die U-Bahn einzusteigen, keiner drängelt, kein Lärm. Und die Kontraste... einerseits die Wolkenkratzer und die riesigen Werbetafeln mit den Menschenmassen und andererseits der Kaiserpalast mit den großen Garten mitten in der Stadt.
Ich war auch mit dem Shinkansen unterwegs. 900 km in 4 Stunden, die Züge fahren alle 15 Minuten von Tokyo weg und kommen pünktlich auf die Minute an. Und alles ganz komfortabel....aber leider auch nicht ganz billig wie eigentlich ganz Japan.
So, dass war eine kurze Zusammenfassung von meinen Erfahrungen und Eindrücken nach 6 Wochen Japan (wie schnell die Zeit doch vergeht...).
> OeAD-Stipendiatin mit hochdotiertem Wissenschaftspreis ausgezeichnet
Mariam Anees, eine 26-jährige PhD-Studentin der Medizinischen Universität Wien, wurde mit dem Austrian Life Science Award (ALSA) ausgezeichnet.
Als Hauptpreisträgerin erhielt sie 10.000 Euro Preisgeld für ihren Beitrag zur klinischen Forschung der Arbeitsgruppe Urologische Tumoren. Diese untersucht einen vom TRAIL-Protein initiierten Schutzmechanismus in Prostatakrebszellen. Mariam Anees hat es geschafft, Anhaltspunkte für genauere Prognosen und innovative Therapien bei fortgeschrittenem Prostatakrebs zu finden. Dieser Erfolg, der zur Verleihung des ALSA führte, gelang der aus Pakistan stammenden Studentin dank ihres engagierten Umfelds in nur zwei Jahren. Ihre Ergebnisse wurden im Fachjournal Cancer publiziert.
Mariam Anees erhielt 2007 eines der begehrten Stipendien der pakistanischen Higher Education Commission für ein Doktoratsstudium in Österreich. Dieses vom OeAD verwaltete Programm öffnete ihr den Weg in die Arbeitsgruppe Urologische Tumore unter der Leitung von Prof. Michael Krainer. Dessen Team erweckte bereits wiederholt internationale Aufmerksamkeit mit vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Arbeiten zu einem als TRAIL bezeichneten Schutzprotein des Körpers. Prof. Krainer sagt zum Erfolg von Mariam Anees: "Mariam hat schon in Pakistan ihr Talent gezeigt: Jahrgangsbeste ihres Bachelor-Studiums und ein Stipendium der Quaid-e-Azam University in Islamabad für ihre Master-Studien sprechen für sich. Dass ihre Mitarbeit am TRAIL-Projekt so rasch mit einer Publikation in Cancer und dem Wissenschaftspreis ALSA anerkannt wird, freut mich riesig und ist wohlverdient."





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